BKF-Aus- und Weiterbildung

 

BKF-Ausbildung

Beschleunigte Grundqualifikation

Gemäß BKrFQG dürfen seit dem 10.09.2008 Fahrten im gewerblichen Personenverkehr und seit dem 10.09.2009 Fahrten im gewerblichen Güterverkehr nur von Personen durchgeführt werden, welche im Besitz einer Qualifikation sind.

Diese Qualifikation ist zu erreichen in einer von der IHK geprüften Ausbildung von 140 Stunden. Wir bieten Ihnen diese Ausbildung innerhalb von 6 Wochen an. Selbstverständlich sind die gesetzlich geforderten Fahrten in einem der beantragten Klasse betreffenden Fahrzeuges und die Vorbereitung auf die 90 minütige Prüfung eingeschlossen.

Auch diese Maßnahme ist nach AZAV zertifiziert, so das wir auch berechtigt sind Bildungsgutscheine der Agentur für Arbeit entgegen zu nehmen, welche diese Ausbildung auch fördert.

BKF-Weiterbildung

 

Nach der BKrFQV muss sich jede/r Kraftfahrer/in im gewerblichen Personenverkehr und Güterverkehr alle 5 Jahre einer Weiterbildung unterziehen. Diese Weiterbildung beträgt 35 Stunden zu je 60 Minuten, welche auch gesplittet werden können. Zulässig ist dabei eine Aufteilung von 5 mal 7 Stunden in 5 Jahren. Die Weiterbildung ist in 5 selbstständigen Ausbildungseinheiten aufgeteilt.

 

 

 

 

 


Für den Güterverkehr:

  • Eco- Training
  • (Sozial)Vorschriften für den Güterverkehr
  • Sicherheitstechnik und Fahrsicherheit
  • Schaltstelle Fahrer – Imageträger, Dienstleister, Profi
  • Ladungssicherung

 

Für den Personenverkehr:

  • Eco- Training
  • Markt und Image
  • Sicherheitstechnik und Fahrsicherheit
  • Sozialvorschriften, Risiken und Notfälle im Straßenverkehr
  • Fahrgastsicherheit und Gesundheit

Modul 1

Eco-Fahren

Behandelte Inhalte lt. Anlage 1 BKrFQV:

1.1 Kenntnis der Eigenschaften der kinematischen Kette für eine optimierte Nutzung, Drehmomentkurven, Leistungskurven, spezifische Verbrauchskurven eines Motors, optimaler Nutzungsbereich des Drehzahlmessers, optimaler Drehzahlbereich beim Schalten.

1.2 …bestes Verhältnis zwischen Geschwindigkeit und Getriebeübersetzung, Einsatz der Trägheit des Kraftfahrzeugs, Einsatz der Bremsanlagen im Gefälle, Verhalten bei Defekten.

1.3 Fähigkeit zur Optimierung des Kraftstoffverbrauchs: Optimierung des Kraftstoffverbrauchs durch Anwendung der Kenntnisse gemäß den Nummern 1.1 und 1.2.

 

 

 

Modul 2

Kontrollgeräte und Sozialvorschriften

Behandelte Inhalte lt. Anlage 1 BKrFQV:

2.1 Kenntnis der sozialrechtlichen Rahmenbedingungen und Vorschriften für den Güterkraft- oder Personenverkehr, insbesondere: höchstzulässige Arbeitszeiten in der Verkehrsbranche; Grundsätze, Anwendung und Auswirkungen der Verordnungen (EWG) Nr. 3820/85 und Nr. 3821/85; Sanktionen für den Fall, dass der Fahrtenschreiber nicht benutzt, falsch benutzt oder verfälscht wird; Kenntnis der sozialrechtlichen Rahmenbedingungen für den Güterkraft- oder Personenverkehr: Rechte und Pflichten der Fahrerinnen und Fahrer von Kraftfahrzeugen im Bereich der Grundqualifikation und der Weiterbildung.

2.2 Kenntnis der Vorschriften für den Güterkraftverkehr, insbesondere: Beförderungsgenehmigungen, Verpflichtungen im Rahmen der Musterverträge für die Güterbeförderung, Erstellen von Beförderungsdokumenten, Genehmigungen im internationalen Verkehr, Verpflichtungen im Rahmen des CMR (Übereinkommen über den Beförderungsvertrag im internationalen Straßengüterverkehr), Erstellen des internationalen Frachtbriefs, Überschreiten der Grenzen, Verkehrskommissionäre, besondere Begleitdokumente für die Güter.

 

 

Modul 3

Sicherheit im Fokus

Behandelte Inhalte lt. Anlage 1 BKrFQV:

1.2 Kenntnis der technischen Merkmale und der Funktionsweise der Sicherheitsausstattung des Fahrzeugs, um es zu beherrschen, seinen Verschleiß möglichst gering zu halten und Fehlfunktionen vorzubeugen, insbesondere: Besonderheiten der Zweikreisbremsanlage mit pneumatischer Übertragungseinrichtung, Grenzen des Einsatzes der Bremsanlagen und der Dauerbremsanlage, kombinierter Einsatz von Brems- und Dauerbremsanlage.

3.1 Bewusstseinsbildung für Risiken des Straßenverkehrs und Arbeitsunfälle, insbesondere: Typologie der Arbeitsunfälle in der Verkehrsbranche, Verkehrsunfallstatistiken, Beteiligung von Lastkraftwagen/Kraftomnibussen, menschliche, materielle und finanzielle Auswirkungen.

3.5 Fähigkeit zu richtiger Einschätzung der Lage bei Notfällen: Verhalten in Notfällen: Einschätzung der Lage, Vermeidung von Nachfolgeunfällen, Verständigung der Hilfskräfte, Bergung von Verletzten und Leistung erster Hilfe, Reaktion bei Brand, Evakuierung von Bussen und Lastkraftwagen, Gewährleistung der Sicherheit aller Fahrgäste, Vorgehen bei Gewalttaten, Grundprinzipien für die Erstellung der einvernehmlichen Unfallmeldung.

 

 

 

Modul 4

Der Kunde im Mittelpunkt

Behandelte Inhalte lt. Anlage 1 BKrFQV:

3.2 Fähigkeit, der Kriminalität und der Schleusung illegaler Einwanderer vorzubeugen, insbesondere: allgemeine Information, Folgen für die Fahrerin oder den Fahrer von Kraftfahrzeugen, Vorbeugungsmaßnahmen, Checkliste für Überprüfungen, Rechtsvorschriften betreffend die Verantwortung der Unternehmer.

3.3 Fähigkeit, Gesundheitsschäden vorzubeugen, insbesondere: Grundsätze der Ergonomie: gesundheitsbedenkliche Bewegungen und Haltungen, physische Kondition, Übungen für den Umgang mit Lasten, individueller Schutz.

3.4 Sensibilisierung für die Bedeutung einer guten körperlichen und geistigen Verfassung, insbesondere: Grundsätze einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, Auswirkungen von Alkohol, Arzneimitteln oder jedem Stoff, der eine Änderung des Verhaltens bewirken kann, Symptome, Ursachen, Auswirkungen von Müdigkeit und Stress, grundlegende Rolle des Zyklus von Aktivität/Ruhezeit.

3.6 Fähigkeit zu einem Verhalten, das zu einem positiven Bild des Unternehmens in der Öffentlichkeit beiträgt, insbesondere: Verhalten des Fahrers und Ansehen des Unternehmens: Bedeutung der Qualität der Leistung der Fahrerin oder des Fahrers von Kraftfahrzeugen für das Unternehmen, unterschiedliche Rollen der Fahrerin oder des Fahrers von Kraftfahrzeugen, unterschiedliche Gesprächspartner der Fahrerin oder des Fahrers von Kraftfahrzeugen, Wartung des Fahrzeugs, Arbeitsorganisation, kommerzielle und finanzielle Konsequenzen eines Rechtsstreits.

3.7 Kenntnis des wirtschaftlichen Umfelds des Güterkraftverkehrs und der Marktordnung, insbesondere: Kraftverkehr im Verhältnis zu bestimmten Verkehrsmitteln (Wettbewerb, Verlader) unterschiedliche Tätigkeiten im Kraftverkehr (gewerblicher Güterkraftverkehr, Werkverkehr, Transporthilfstätigkeiten), Organisation der wichtigsten Arten von Verkehrsunternehmen oder Transporthilfstätigkeiten, unterschiedliche Spezialisierungen (Tankwagen, Kühlwagen usw.), Weiterentwicklung der Branche (Ausweitung des Leistungsangebots, Huckepackverkehr, Subunternehmer usw.).

 

Modul 5

Ladungssicherung optimieren

Behandelte Inhalte lt. Anlage 1 BKrFQV:

1.4 Fähigkeit zur Gewährleistung der Sicherheit der Ladung unter Anwendung der Sicherheitsvorschriften und durch richtige Benutzung des Kraftfahrzeugs, insbesondere: bei der Fahrt auf das Kraftfahrzeug wirkende Kräfte, Einsatz der Getriebeübersetzung entsprechend der Belastung des Kraftfahrzeugs und dem Fahrbahnprofil, Berechnung der Nutzlast eines Kraftfahrzeugs oder einer Fahrzeugkombination, Berechnung des Nutzvolumens, Verteilung der Ladung, Auswirkungen der Überladung auf die Achse, Fahrzeugstabilität und Schwerpunkt, Arten von Verpackungen und Lastträgern, Kenntnisse über die wichtigsten Kategorien von Gütern, bei denen eine Ladungssicherung erforderlich ist, Feststell- und Verzurrtechniken, Verwendung der Zurrgurte, Überprüfung der Haltevorrichtungen, Einsatz des Umschlaggeräts, Abdecken mit einer Plane und Entfernen der Plane.

 

Perfektionstraining / Auffrischungskurs

 

In dem Perfektionstraining bzw. Auffrischungskurs wollen wir allen Inhabern der Fahrerlaubnisklasse 2 oder C/CE die längere Zeit nicht mehr „auf dem Bock“ gesessen haben durch theoretischen Unterricht in verschiedenen Bereichen, praktischen Übungen und je nach bewilligter Länge des Lehrgangs auch durch ein Praktikum in einer Spedition die Möglichkeit geben Ihr Fachwissen und Ihr Können aufzufrischen und Sie wieder auf den neuesten Stand bringen.

Diese Maßnahme haben wir gemäß AZAV zertifizieren lassen, so das wir berechtigt sind Bildungsgutscheine der Agentur für Arbeit, die diese Maßnahme fördert, entgegenzunehmen.

Fahrerschulung Digitaler Tachograph

 

Seit dem 01.05.2006 wurde durch die VO EG 561/2006 für alle neu zugelassene Fahrzeuge der Digitale Tacho vorgeschrieben. Mit dem digitalen Fahrtschreiber soll u.a. die Manipulation erschwert werden.

Problematisch ist zur Zeit, dass es nach wie vor auch noch den analogen Fahrtschreiber gibt. Hier ergeben sich immer wieder Fragen und Unsicherheiten beim Mischbetrieb beider Tachoarten, oder beim ersten Umgang mit dem neuen Kontrollgerät.

Wir bieten Ihnen und Ihren Fahrern/innen eine Schulung im Umgang mit dem digitalen Tacho. In dieser Schulung erhalten Sie Antworten auf Ihre Fragen und eine Einweisung in das digitale Gerät.

Fahrerschulung Sozialvorschriften

 

Die Lenk- und Ruhezeiten für Fahrer/innen von Kfz mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen im gewerblichen Güter- oder Personenverkehr sind in der VO EG 561/2006 geregelt.

In Deutschland werden zudem durch die Fahrpersonalverordnung (FPersV) bereits Fahrzeuge ab 2,8 Tonnen erfasst. Da sich Gesetze und Verordnungen immer wieder auf´s neue ändern bieten wir Ihnen und Ihren Fahrern/innen eine Fahrerschulung im Umgang mit den Lenk- und Ruhezeiten, bzw. einen Auffrischungskurs.